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Allen
voran reitet der Master
Reuthen: Für den letzten großen Ritt
der Saison machen sich gegenwärtig die Reitsportler des RSV
"Buchenhain" in Reuthen bereit.
Für Vereinschef Gerd Mergel und seine
Reiterfreunde ist diese Veranstaltung ein besonderes
Schmäckerchen, wie er betont. Denn nicht um die begehrten
Stilnoten, Siegerschleifen oder schnellen Zeiten auf dem
Reitparcours gehe es diesmal, sondern mehr um den Spaß am
Reiten durch die herbstlichen Wälder der Region. Am Samstag,
18. Oktober, treffen sich laut Gerd Mergel in den frühen
Morgenstunden Pferde und Reiter aus Brandenburg und Sachsen
am Reuthener Richterturm. Bereits zum 24. Mal werde in
Reuthen zur Fuchsjagd geblasen. Und viele der Gäste würden
auch zum 24. Mal dabei sein, denn die Jagd zu Pferde mache
Aktiven wie auch Zuschauern Spaß. "Gleichzeitig soll dieses
Spektakel auch ein Dankeschön an die Sponsoren sein, mit
deren Hilfe die Reuthener Reiter in der zu Ende gehenden
Saison an den großen Reit- und Springturnieren teilnehmen
konnten", sagt der Vereinschef. Ob hoch zu Pferde oder im
Kremser, nach dem traditionellen Anblasen der Jagd sowie dem
Verlesen der Jagdordnung geht die Hatz auf den Fuchs los.
"Bei all dem Gaudi, der bei dieser Reitjagd
nicht fehlen wird, soll der dahinter stehende enorme Aufwand
nicht vergessen werden, der für eine große Reitjagd vonnöten
ist", so Gerd Mergel. In vielen Stunden werde von den
Reuthener Vereinsmitgliedern zuvor die Reitstrecke
vorbereitet. Erst kurz vor dem Reitereignis könnten die
Hindernisse an den entsprechenden Stellen der Reitstrecke
aufgebaut werden. Eine große Verantwortung liege dabei beim
Master. Diese Rolle übernehme auch in diesem Jahr wieder das
Vereinsmitglied Bernhard Szukalla. Der Master trage zudem
die Verantwortung für die Sicherheit der Veranstaltung. Er
reitet dem Tross voran. Je nach Ausbildungsstand von Reitern
und Pferden würden deshalb den Teilnehmern dieser Reitjagd
verschiedene Sprunghöhen angeboten. "An den Hürden treffen
vor den Reitern die Kremser ein, damit die Gäste der Jagd
mitfiebern oder anspornen können", erklärt Gerd Mergel das
Prozedere. Heute trage eine Reitjagd natürlich einen ganz
anderen Charakter als im Mittelalter.
So werde bei der Reuthener Hatz ein
Fuchsschwanz die Trophäe sein. Dabei simuliere ein Reiter
mit einer an der Schulter befestigten Fuchslunte den Meister
Reineke. Der "Fuchs" werde diesmal Jens Mergel sein.
Interessenten, die die Reuthener Fuchsjagd miterleben
möchten, könnten sich bei Gerd Mergel unter der
Telefonnummer 03563 59808 anmelden.
André Kurtas
Lausitzer Rundschau - 16.10.2008
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